Waiting for Mr. Wrong
#1 "Wohin hat's mich verschlagen?!"

Hallo =)

Diesen Blog habe ich für eine Geschichte erstellt, an der ich schreibe. Und hier lade ich auch das erste kapitel hoch. Es würde mich total freuen und ich fänd es echt supi, wenn es wem gefallen würde. Kommis sind gern gesehen. Das Layout werde ich noch etwas bearbeiten, aber zurzeit hab ich nicht soo viel dazu dafür. Sorry.

Na ja, viel Spaß mit dem ersten Teil von "Waiting for Mr. Wrong", das ich für meine Freundinnen anfing zu schreiben. =)

Fay

 

 

Es war Mitte August, der Himmel war leicht bewölkt. Es roch in der kleinen Straße nach Gras, frischem Gras, da heute einige, wegen dem guten Wetter, ihren Rasen mähten. In einer kleinen Vorstadt, wie dieser hier, in einer kleinen Straße, in der jeder jeden kannte, wie jenen hier, traf man sehr oft nette, öfters ältere Leute, an. Aber nicht nur alte Personen, sondern andere Familie, mit Kindern, lebten hier. Es war sehr angenehm, die Gegend. So friedlich ... und so stink langweilig, dachte sich Morgan. Seit gestern bewohnt sie dieses Haus mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder in diesem "Kaff", wie sie es pflegte zu nennen. Ihr Vater wurde in diese Gegend von seiner Firma versetz, ihre Mutter plante ein eigenes Geschäft aufzumachen und ihrem Bruder war es echt egal, wohin sie zogen, Hauptsache er bekäme noch seine Kohle in die Tasche geschoben und 'n Dach überm Kopf mit Allround-Service. Dieses Jahr hatte Ben, ihr Bruder, das Collage abgeschlossen und das reichte ihm, denn das Einzige was er vernünftig beherrschte war sich prügeln und Football. In der Schule loste Ben so was von ab, das sich Morgan schrecklich für ihn schämen musste, wenn jemand sie darauf ansprach.
Morgan konnte sich das Zimmer unterm Dach erkämpfen. Zwar wollte sie es neu tapezieren, doch war ihre Mutter anderer Meinung. `Das ist nicht nötig! Die Farbe ist doch schön, es bleibt dabei!!´ Wie kompromisslos, dachte sich das Mädchen während sie sich auf ihrer Fensterbrett gemütlich machte. Frische Luft und der Geruch gemähten Rasens stieg ihr in die Nase. Kurz schloss sie ihre Augen und sah noch vor sich ihre Freunde, ihr altes Zimmer, ihre geliebte Heimatstadt L.A. Und wo war sie jetzt gelandet? In einem Kaff, in einem Vorort von Atlanta!
"Morgan? Kommst du bitte runter? Essen ist fertig." Von unten rief ihre Mutter zu Tisch.
Wieso grade in den Sommerferien? Durch den Umzug konnten sie nirgendwo verreisen, obwohl sie sich dieses Jahr so darauf gefreut hatte. Dieses Jahr war es ein angenehm warmer Sommer und sie mochte oft in der Sonne zu liegen. In dieser Jahreszeit gab es nichts schöneres, wenn es ihr langweilig war, in der Sonne zu liegen und irgendeine Zeitschrift lesen oder Musik dazu hören. Doch heute war sie wirklich trübselig drauf, da hatte sie dazu nicht wirklich die Laune.
Langsam schlurfte sie die Treppen runter. Im Esszimmer setzte sie sich an die eine breitere Seite des Tisches und sah sich das heutige Abendbrot an. Welch ein Genuss - irgendwelche komisch gefärbten Kartoffeln, zu sehr durchgekochtes Gemüse und ein Spiegelei auf Speck ... Nein, Morgan hatte sich wirklich was anders als Festmahl erwartet, aber wer wird denn hier meckern? Ben schaufelte das Essen in sich hinein, die Eltern immer mit der Ruhe und das Mädchen stocherte appetitlos im Gemüse rum. Die Kartoffeln hatte sie inzwischen sorgfältig in ihre Bestanteile zerlegt, das Spiegelei war nicht mehr wiederzukennen und das Gemüse musste grade auch dran glauben.
"Es ist schon fast widerlich, dir grade beim Essen zuzusehn!", nörgelte wieder der Vater an ihr. Das war ja nun nichts Neues für sie und an das hat sich Morgan gewöhnt. Sie nahm also geringfügig davon Notiz.
"In zwei Wochen fängt das neue Schuljahr für dich an. Freust du dich schon?", strahlte ihre Mutter.
"Nein, Ma. Wenn's nach mir ginge wären wir in L.A. geblieben." Ihr Vater sah das Mädchen wütend an.
"Steh auf vom Tisch! Geh auf dein Zimmer, gute Nacht! Es wird immer schlimmer mit dir, mein Fräulein!!", zeterte er. Die Mutter sah ihn etwas erblasst an und Ben schaufelte weiter das Essen in sich hinein. Immer und immer wieder legte er sich was noch drauf und sein Magen schien ein bodenloses Fass zu sein. 
Ohne eine Miene zu verziehen stand Morgan auf und ging auf ihr Zimmer. Was soll's, dachte sie bei sich. Einen Abend ohne Essen ist kein Problem, weshalb auch. Öfters ließ sie das Essen aus. Es sah man ihr nicht wirklich an, aber es interessierte sie nicht wirklich. Jetzt, seit sie umgezogen war, war ihr alles mögliche egal. Sie war nicht der Typ, der schnell Freunde fand, eher die sie. Morgan öffnete ihre Zimmertür und trat betrübt hinein. Wieder setzte sie sich auf die Fensterbank und sah hinaus. Es wurde langsam immer dunkler, alles wurde in ein warmes Rot-Orange eingehüllt. Das Mädchen lehnte sich zurück und schloss die Augen.

Die Nacht schlief Morgan schlecht, denn wieder träumte sie von L.A. Sie hing schrecklich an ihrer alten Heimatstadt. Sie vermisste ihre Freunde.

~tbc~

25.11.06 16:26
 


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